Seminare

Aufbauseminar für Fahranfänger (ASF)

Das Aufbauseminar der Fahrschule Altmannsberger für Fahranfänger (ASF), auch Nachschulung genannt, ist eine von der Fahrerlaubnisbehörde angeordnete Maßnahme bei einem A- oder zwei B-Verstößen innerhalb der Führerschein-Probezeit, die im Regelfall für die ersten zwei Jahre einer Fahrerlaubnis (ausgenommen Klassen L, AM, T) festgelegt wird. Ein A-Verstoß (eine schwere Zuwiderhandlung) führt zu einer sofortigen Anordnung einer Nachschulung, ein B-Verstoß (weniger schwere Zuwiderhandlung) erst beim zweiten Mal, bei der zweiten Eintragung im Kraftfahrt-Bundesamt.

Das Aufbauseminar wird mit einer Gruppe von mindestens sechs, höchstens zwölf Teilnehmern durchgeführt. Sie besteht aus fünf Teilen: vier Theorie-Sitzungen von jeweils 135 Minuten Dauer und einer Beobachtungsfahrt zwischen der ersten und der zweiten Sitzung, welche mindestens 30 Minuten dauert.

Im Rahmen des Seminars werden unter anderem die Verstöße der Teilnehmer besprochen und Wege zur Vermeidung gesucht.

Die mit Abschluss erhaltene Bescheinigung, muss vom Teilnehmer bei der entsprechenden Verhaltungsbehörde eingereicht werden.

Wird das Seminar innerhalb der von der Verwaltungsbehörde festgesetzten Frist nicht erfolgreich abgeschlossen, wird die Fahrerlaubnis dem Führerscheininhaber entzogen. Eine neue Fahrerlaubnis wird erst erteilt wenn die Teilnahme an einem Aufbauseminar nachgewiesen wird.

Fahreignungsseminar (FES)

Das Fahreignungsseminar (FES) ersetzt im Rahmen des neuen Fahreignungs-Bewertungssystems das bisherige Aufbauseminar, das nur von Fahrlehrern durchgeführt wurde, sowie die verkehrspsychologische Beratung.

Das FES soll mehrfach verkehrsauffällige Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer dabei unterstützen, ihr Fahrverhalten zu ändern und sich zukünftig im Straßenverkehr regelkonform zu verhalten.

Durch den freiwilligen Besuch des neuen Fahreignungsseminars bei einem Stand von 1 bis 5 Punkten kann 1 Punkt abgebaut werden – allerdings nur einmal innerhalb von 5 Jahren. Bei einem freiwilligen Besuch auf der Stufe "Verwarnung" (6-7 Punkte) kann kein Punkt abgebaut werden.

Das FES besteht aus zwei aufeinander abgestimmten Teilmaßnahmen:

  •     einer verkehrspädagogischen Teilmaßnahme und
  •     einer verkehrspsychologischen Teilmaßnahme.


Verkehrspädagogische Teilmaßnahme

Die verkehrspädagogische Teilmaßnahme wird durch speziell geschulte Fahrlehrer durchgeführt. Die Inhalte werden individuell auf die begangenen Verstöße der Teilnehmer zugeschnitten. Außerdem wird auf ein verbessertes Gefahrenbewusstsein und auf Verhaltensalternativen hingearbeitet. Die Maßnahme umfasst zwei Module zu je 90 Minuten und kann als Einzelmaßnahme oder in Gruppen mit bis zu sechs Teilnehmern durchgeführt werden.

Verkehrspsychologische Teilmaßnahme

Im Rahmen der verkehrspsychologischen Teilmaßnahme werden mit Hilfe besonders geschulter Verkehrspsychologen individuelle Wege zur Veränderung des riskanten Fahrverhaltens aufgezeigt. Diese persönlichen Strategien sollen dann im Alltag erprobt und die damit verbundenen Erfahrungen mit dem Verkehrspsychologen besprochen werden. Die Maßnahme umfasst zwei Sitzungen zu je 75 Minuten und wird als Einzelmaßnahme durchgeführt.

Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)

Berufskraftfahrer-Seminare (BKF)

Bus- und Lkw-Fahrer sind verpflichtet, alle 5 Jahre an einer Weiterbildung gemäß dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) teilzunehmen. Sie betrifft alle Fahrer, die gewerbliche Fahrten durchführen und mit Fahrzeugen der Klassen C/CE, C1/C1E, D1/D1E, D/DE unterwegs sind.

Die Schulung dauert 35 Stunden zu mindestens 7 Stunden pro Schulungseinheit.

Die Weiterbildung enthält keine Prüfung.